So finden Selbstständige die beste private Kranken­versicherung

Mit dem Eintritt in die berufliche Selbstständigkeit sind Sie von der gesetzlichen Krankenversicherungspflicht befreit. Sie können nun entscheiden, ob Sie freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) bleiben wollen oder in die private Krankenversicherung (PKV) wechseln.
Selbstständige bekommen anders als Angestellte und Beamte in der Regel keine Zuschüsse für die Beiträge Ihrer Krankenversicherung – weder in der GKV noch in der PKV. Umso wichtiger ist es, dass Sie einen kostengünstigen und leistungsstarken Tarif finden. Gerade für Existenzgründer und junge Selbstständige bietet die private Krankenversicherung dabei einige Vorteile.

 

Was sind die Besonder­heiten der PKV für Selbstständige?

Die Kosten der gesetzlichen Krankenversicherung richten sich nach dem Einkommen des Selbstständigen. Dabei gelten bestimmte Mindesteinkommensgrenzen. Das heißt, Selbstständige zahlen mindestens den Beitrag für ein Einkommen von derzeit 2.283,75 Euro monatlich, auch wenn sie weniger verdienen. Das ergibt einen GKV-Mindestbeitrag von rund 400 Euro monatlich samt enthaltenem Pflegeversicherungsbeitrag.
 
Entscheiden Sie sich für eine private Krankenversicherung, können Sie Geld sparen. Schließlich berechnen sich die Kosten für die PKV anhand Ihres Alters, Ihrer Gesundheit und Ihrer gewünschten Leistungen. Zudem können Sie den Leitungskatalog anders als in der GKV individuell anpassen und sich für die Absicherungen entscheiden, die für Sie wichtig sind.
 
Junge Selbstständige und Existenzgründer, die bei bester Gesundheit sind, profitieren in der PKV besonders von günstigen Beiträgen und maßgeschneiderten Leistungen. Das zeigen auch aktuelle Tests zur privaten Krankenversicherung für Selbstständige. Die Testergebnisse berechnen sich jedoch anhand von Musterkunden, weswegen Sie in jedem Fall ein unverbindliches Angebot anfordern sollten, um die für Sie optimale private Krankenversicherung zu finden.
 
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Wie schneidet die PKV für Selbstständige im Test ab?

Das Magazin Focus-Money (Ausgabe 40/2017) bewertete in Zusammenarbeit mit der Ratingagentur Franke und Bornberg die besten PKV-Tarife mit Klassikschutz. Im Test ging es vor allem darum, eine günstige private Krankenversicherung für einen 35-jährigen Musterkunden zu finden. Das Leistungsrating von Franke und Bornberg sowie die Kosten für die PKV gingen zu jeweils 40 Prozent in die Wertung ein, die Finanzstärke zu 20 Prozent.

Hinweis: Die Testergebnisse von Focus-Money gelten für alle Berufsgruppen. Wollen Sie erfahren, bei welchem Anbieter Sie die beste private Krankenversicherung speziell für Selbstständige erhalten, machen Sie am besten einen individuellen PKV Vergleich.
 
 

Beste private Kranken­versicherung mit Klassik-Schutz

Testsieger bei Focus-Money ist AXA mit dem Tarif „EL Bonus“, der als einziger die Bestnote „Hervorragend“ erreicht. Das Angebot kostet den Musterkunden 291,91 Euro monatlich und enthält Leistungen wie 100 Prozent Erstattungen bei Zahnbehandlungen. Leistungsstärker, aber etwas teurer sind „AktiMed 90P“ von Allianz, „einsA prima“ von Barmenia, „NW“ von Debeka sowie „AGIL classic pro U“ von R+V. Sie erhalten wie drei weitere Tarife die Note „Sehr gut“.

Beste private Kranken­versicherung mit Top-Schutz

Zwei Anbieter verdienen sich im Focus-Money Test die Bestnote „Hervorragend“: AXA mit dem Tarif „Vital300-U“ und Hallesche mit „NK.Bonus“. Beide Versicherer liefern herausragende Leistungen und zählen mit Kosten von rund 500 Euro monatlich zu den günstigen Anbietern. Elf Versicherungen erreichen die Note „Sehr gut“. Darunter befinden sich ARAG („207,220,528“), Deutscher Ring („Comfort+“) und uniVersa („uni-A80“), die mit einem top Leistungsumfang aufwarten.

 

Bei welchem Versicherer gibt es die leistungs­stärkste PKV?

In der Ausgabe 38/2017 nahm Focus-Money private Krankenversicherungen mit Top-Schutz unter die Lupe. Diese Versicherungen zeichnen sich durch ein erhöhtes Leistungsniveau und bieten zum Beispiel die Unterbringung im Einbettzimmer bei stationärer Behandlung. Wieder erfolgte der Test in Zusammenarbeit mit der Ratingagentur Franke und Bornberg. Auch am Testschema änderte sich nichts. Der 35-jährige Musterkunde suchte nach einer günstigen und leistungsstarken PKV.

Welche private Kranken­versicherung bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis?

Auch Deutschlands bekanntestes Testinstitut, die Stiftung Warentest, prüfte PKV-Tarife für Selbstständige. Allerdings fand der letzte Test im Jahr 2014 statt, sodass die Ergebnisse nur noch eine bedingte Aussagekraft haben. Geprüft wurde das Preis-Leistungs-Verhältnis der privaten Krankenversicherungen für einen 35-jährigen gesunden Modellkunden. Die Spannweite der Ergebnisse reichte von „sehr gut“ bis „mangelhaft“.

 
 
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Beste Private Kranken­versicherung für Selbstständige bei Stiftung Warentest

Als Testsieger in der Finanztest-Ausgabe 05/2014 geht Provinzial Hannover mit dem Tarif „VKSu“ hervor. Dieser wurde als einziger mit „sehr gut“ bewertet. Für einen Beitrag von 395 Euro kann sich der Modellkunde ein gutes Leistungsniveau sichern. „Gute“ Tarife haben unter anderem Bayerische Beamtenkrankenkasse („GC 900S“) und HanseMerkur im Angebot („KVT1“), deren Beiträge von 422 Euro beziehungsweise 442 Euro monatlich die günstigsten mit gehobenem Leistungsumfang sind.
 

Wann lohnt sich eine private Kranken­versicherung für Selbstständige?

Die Vorteile der PKV für Selbstständige liegen in ihrer Flexibilität. Die private Krankenversicherung bietet Selbstständigen nicht nur bessere Leistungen, etwa beim so wichtigen Krankentagegeld. Der Leistungskatalog ist auch individuell anpassbar. Auf diese Weise können Sie auch die Kosten Ihrer privaten Krankenversicherung regulieren.
 
Vereinbaren Sie eine Selbstbeteiligung, wirkt sich dies positiv auf den Beitrag aus. Vor allem für junge Selbstständige und Existenzgründer, die aufgrund Ihrer Gesundheit nur selten zum Arzt müssen, ist dies eine gute Möglichkeit, Kosten zu sparen. Die folgende Beispielrechnung zeigt, dass auf diese Weise starke Leistungen und günstige Beiträge in der PKV zusammen funktionieren.
 

Beispiel­rechnung: Wie können Selbst­ständige mit einer PKV sparen?

In unserer Beispielrechnung lassen wir einen 28-jährigen Selbstständigen nach einer passenden Krankenversicherung suchen. Da er sein Unternehmen gerade erst gegründet hat, ist er vor allem an einem günstigen Versicherungsschutz interessiert. Daher ist er auch bereit, eine Selbstbeteiligung in Kauf zu nehmen. Nur auf ein Krankentagegeld möchte er auf keinen Fall verzichten.
 

Selbst­ständiger, 28 Jahre alt, gesetzlich versichertSelbst­ständiger, 28 Jahre alt, privat versichert
Einkommen: 30.000 Euro / JahrEinkommen: 30.000 Euro / Jahr
Kein Kranken­tagegeld75 Euro Kranken­tagegeld ab 22. Krankheitstag
Niedrige Leistungen beim ZahnarztGute Leistungen beim Zahnarzt
Mehrbettzimmer ohne Chefarzt­behandlung im KrankenhausZweibettzimmer mit Chefarzt­behandlung im Krankenhaus
Keine Selbst­beteiligung600 Euro pro Jahr Selbst­beteiligung
GKV Kosten pro Monat: ab 420,00 EuroPKV Kosten pro Monat: ab 340,54 Euro
Monatliche Ersparnis: 79,46 Euro
 
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Fazit: Darum ist die private Kranken­versicherung für Selbstständige die richtige Wahl

In unserer Beispielrechnung sparen Sie mit der PKV rund 80 Euro pro Monat und damit knapp 1.000 Euro pro Jahr gegenüber der GKV. Darüber hinaus haben Sie sich zusätzliche, wertvolle Leistungen wie das Krankentagegeld und eine bevorzugte Behandlung im Krankenhaus gesichert. Sie entscheiden selbst, ob Sie mit etwas mehr Beitrag den Leistungsumfang ausbauen oder die Kosten Ihrer Krankenversicherung für Selbstständige senken, indem Sie auf weniger wichtige Bausteine verzichten.
 
Welche PKV für Sie die passende ist, finden Sie jedoch nur mit einem individuellen Vergleich heraus. Testergebnisse und Beispielrechnungen geben einen guten ersten Überblick, ersetzen jedoch nicht die Beratung durch einen Experten.