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Der Wechsel von PKV zu GKV: Das müssen Sie wissen

Mutter mit Kindern im Park privatversichert

Jeder Bürger in Deutschland muss krankenversichert sein. So will es das Gesetz. Doch nicht immer sind die Versicherten mit ihrer Krankenversicherung zufrieden. Als Lösung bleibt da nur ein Wechsel der aktuellen Versicherung. Hierbei gibt es drei verschiedene Möglichkeiten.
 
Entweder sind Sie Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und wollen in die private Krankenversicherung wechseln (PKV). Oder Sie suchen den oftmals nicht einfachen Weg von der PKV zurück in die GKV. Selbstverständlich ist auch der Versicherungswechsel innerhalb der gesetzlichen beziehungsweise privaten Krankenversicherung möglich. Hier verraten wir Ihnen, was Sie beim Wechsel der Krankenversicherung jeweils beachten müssen.
 

Was bedeutet die Versicherungspflicht für den Wechsel der Kranken­versicherung?

In Deutschland gilt die Versicherungspflicht. Das heißt, jeder Bürger muss eine Krankenversicherung abschließen. Während der Weg in die GKV allen offen steht, müssen für die PKV gewisse Voraussetzungen erfüllt sein.
 
So dürfen Angestellte nur in die private Krankenversicherung wechseln, wenn ihr Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze von aktuell 59.400 Euro brutto pro Jahr liegt. Studenten müssen sich zu Beginn ihres Studiums von der Versicherungspflicht in der GKV befreien lassen. Da diese zum Ende des 30. Lebensjahres automatisch endet, ist auch zu diesem Zeitpunkt ein Wechsel in die PKV möglich. Selbstständige und Beamte können eine private Krankenversicherung abschließen, sobald sie die entsprechende berufliche Tätigkeit aufnehmen.
 
Der Weg von der PKV in die gesetzliche Krankenversicherung ist oft nur möglich, wenn und die Versicherungspflicht in der GKV wieder für Sie gilt. Doch ganz gleich, ob zwischen GKV und PKV wechseln oder einen anderen Anbieter innerhalb der aktuellen Krankenversicherung suchen: In jedem Fall müssen Sie Kündigungsfristen sowie Sonderkündigungsrechte beachten und rechtzeitig Nachweise über den neuen Versicherer erbringen.
 

Wie gelingt der Wechsel von der PKV zurück in die GKV?

Der Wechsel von der PKV in die GKV ist oft nicht ohne Weiteres möglich. Gerade ältere Versicherte haben kaum eine Chance für die Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung. So soll verhindert werden, dass Sie in jungen Jahren die günstigere private Krankenversicherung wählen, um dann bei steigenden Beiträgen im Alter zurück in die nun preiswertere GKV zu wechseln. Dennoch gibt es einige Wege, auf denen Sie zurück in die gesetzliche Krankenversicherung kommen.

Tipp: Für Beamte ist ein Wechsel von der PKV in die GKV meist nicht möglich. Sollten Sie mit dem Beitrag und den Leistungen Ihrer Versicherung unzufrieden sein, ist ein Tarifwechsel innerhalb des Anbieters die bessere Lösung als die Kündigung der Krankenversicherung. So sichern Sie sich die Leistungen, die Sie wirklich brauchen.
 

Angestellte und Studenten

Wenn Sie in die private Krankenversicherung möchten, muss Ihr Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze von 59.400 Euro brutto pro Jahr liegen. Entsprechend gelingt die Rückkehr in die GKV, wenn Sie mit Ihren Einkünften wieder unter jene Grenze fallen.
 
Privat versicherte Studenten können während des Studiums nicht in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln. Selbst wenn das erste Gehalt zum Berufsstart über der Einkommensgrenze liegt, ist der Wechsel von PKV zu GKV zu diesem Zeitpunkt problemlos möglich.

Selbstständige

Als Selbstständiger können Sie in die gesetzliche Krankenversicherung zurückkehren, wenn Sie Ihr Unternehmen als Hauptberuf aufgeben und in ein Angestelltenverhältnis wechseln. Als Voraussetzung für die GKV gilt auch hier, dass Sie unter der jährlichen Einkommensgrenze liegen.
 
Ältere Selbstständige über 55 Jahre können in die Familienversicherung des Ehe- beziehungsweise Lebenspartners wechseln. Dafür müssen Sie das bisherige Gewerbe aufgeben und Ihr Einkommen unter 435 Euro, beziehungsweise 450 Euro mit einem Minijob, monatlich liegen.

Versicherte über 55 Jahre

Für ältere Versicherte ist ein Wechsel von der PKV in die GKV fast ausgeschlossen. Einzige Möglichkeit für Personen über 55 Jahren ist die Aufnahme in die Familienversicherung des Ehe- oder Lebenspartners.
 
Dafür darf das Einkommen Ihrer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit nicht mehr als 435 Euro monatlich betragen. Dazu zählen unter anderem Einkünfte aus Mieteinnahmen. Gehen Sie einem Minijob nach, wird die Grenze auf 450 Euro pro Monat angehoben.

 
Zum PKV Vergleich
 

Unter welchen Bedingungen klappt der Wechsel von GKV zu PKV?

Der Wechsel von der GKV in die PKV ist nicht an Ihr Alter gebunden. Vielmehr hängt dieser mit Ihrer beruflichen Situation und Ihren monatlichen Einnahmen zusammen. Beamte und Selbstständige können sich von der Versicherungspflicht befreien lassen und in die private Krankenversicherung wechseln, sobald sie ihre berufliche Tätigkeit aufnehmen. Selbstständige müssen dabei nachweisen, dass der größte Teil der Einkünfte und des Arbeitsumfangs aus der selbstständigen Arbeit stammt.
 
Angestellte hingegen müssen erst ein bestimmtes Einkommen (2018: 59.400 Euro brutto pro Jahr) nachweisen, bevor sie eine private Krankenversicherung abschließen können. Dieser Betrag muss für mindestens zwölf Monate übertroffen werden. Möchten Sie als Student in die PKV eintreten, müssen Sie sich vor Beginn des Studiums von der Versicherungspflicht befreien lassen. Diese endet automatisch an Ihrem 30. Geburtstag, sodass Sie auch zu diesem Zeitpunkt Ihres Studiums in die private Krankenversicherung wechseln können.
 

Unter welchen Bedingungen klappt der Wechsel von GKV zu PKV?

Der Wechsel von der GKV in die PKV ist nicht an Ihr Alter gebunden. Vielmehr hängt dieser mit Ihrer beruflichen Situation und Ihren monatlichen Einnahmen zusammen. Beamte und Selbstständige können sich von der Versicherungspflicht befreien lassen und in die private Krankenversicherung wechseln, sobald sie ihre berufliche Tätigkeit aufnehmen. Selbstständige müssen dabei nachweisen, dass der größte Teil der Einkünfte und des Arbeitsumfangs aus der selbstständigen Arbeit stammt.
 
Angestellte hingegen müssen erst ein bestimmtes Einkommen (2018: 59.400 Euro brutto pro Jahr) nachweisen, bevor sie eine private Krankenversicherung abschließen können. Dieser Betrag muss für mindestens zwölf Monate übertroffen werden. Möchten Sie als Student in die PKV eintreten, müssen Sie sich vor Beginn des Studiums von der Versicherungspflicht befreien lassen. Diese endet automatisch an Ihrem 30. Geburtstag, sodass Sie auch zu diesem Zeitpunkt Ihres Studiums in die private Krankenversicherung wechseln können.
 

Wechsel innerhalb der GKV

Der Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung ist vom Gesetzgeber weitgehend festgeschrieben. Die Anbieter unterscheiden sich hier also nur wenig. Die Beiträge hängen von Ihrem Gehalt ab. So beträgt der Beitrag in der GKV derzeit 14,6 Prozent Ihres monatlichen Einkommens, wovon Ihr Arbeitgeber die Hälfte übernimmt. In diesem Punkt sind die Kosten der gesetzlichen Krankenversicherung bei jedem Anbieter gleich.
 
Jedoch erheben die meisten Krankenkassen einen Zusatzbeitrag. Dieser macht aktuell bis zu weitere 1,7 Prozent Ihrer Einkünfte aus. Versicherte können beim Wechsel ihrer GKV vor allem sparen, wenn Sie eine Krankenkasse mit geringerem Zusatzbeitrag finden. An den Leistungen können Sie meist nur Zusatzangebote wie die Erstattung alternative Heilmittel anpassen.

Wechsel innerhalb der PKV

Der Beitrag in der PKV hängt vom Eintrittsalter, Ihrer Gesundheit und den gewählten Leistungen ab. Da über die Jahre Altersrückstellungen – eine Art Zusatzbeitrag, mit dem die Beiträge im Alter niedrig gehalten werden sollen – gebildet werden, ist ein PKV-Wechsel nur in jungen Jahren sinnvoll. Bei der Kündigung verlieren Sie einen Teil dieser Rückstellungen und müssen beim neuen Anbieter eine weitere Gesundheitsprüfung absolvieren, was meist in einem höheren Beitrag mündet.
 
Sinnvoller ist es, den Leistungskatalog bei Ihrem aktuellen privaten Krankenversicherer über einen Tarifwechsel anzupassen. Dabei können Sie Leistungen streichen, die Sie nicht dringend brauchen, um den Beitrag der PKV gering zu halten. Hierbei ist keine weitere Gesundheitsprüfung notwendig. Damit ist ein Tarifwechsel oft die bessere Alternative als ein Anbieterwechsel in der PKV.

 

Wechsel der PKV: Kosten berechnen lassen


 

Fazit: Was bringt der Wechsel von PKV und GKV?

Manch Privatversicherter möchte angesichts im Alter steigender Beiträge zurück in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln. Der Wechsel von PKV zu GKV ist jedoch schwierig, gerade im Alter. Sinnvoller ist es meist, den Versicherungsschutz der eigenen privaten Krankenversicherung anzupassen.
Versicherte, von der GKV in die PKV wechseln möchten, müssen nur wenige Voraussetzungen erfüllen. Können diese nicht erbracht werden, kann über einen Wechsel der Krankenkasse am Beitrag gespart werden. Die private Krankenversicherung können Sie dann zu einem späteren Zeitpunkt abschließen, wenn Sie zum Beispiel die Einkommensgrenze überschritten haben.
 
 
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