Günstige private Kranken­versicherung in Zeiten von Corona

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  • Günstig versichert sein, trotz Corona
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Mit optimalem Preis-Leistungs-Mix günstig privat krankenversichert – trotz Corona

Die private Krankenversicherung (PKV) hat den Ruf, hervorragende Leistungen zu bieten, die aber ihren Preis haben. Sie gilt als DIE Krankenversicherung für gutverdienende Arbeitnehmer und Beamte. Dabei steht sie auch anderen Berufsgruppen offen, wie Studenten, Selbstständigen und Freiberuflern. Attraktiv wird sie vor allem durch Komfortleistungen wie schneller Terminvergabe, zahlreichen Zuzahlungen bei Medikamenten, Unterstützung moderner Behandlungsmethoden und der individuellen Anpassung des Leistungsspektrums.

Gerade die persönlich angepassten Verträge sind ein Grund, weshalb es sich für Interessierte lohnt, die Angebote der zahlreichen Versicherer zu vergleichen. Denn im optimalen Preis-Leistungs-Verhältnis und im passenden Tarif kann auch die Private eine günstige Krankenversicherung sein.

Die Kosten einer günstigsten privaten Krankenversicherung hängen von drei Faktoren ab:

  • Ihrem Alter

  • Ihrem Gesundheitszustand

  • dem Umfang der von Ihnen gewählten Leistungen

Um eine günstige PKV zu finden, sollten Sie sich also so früh wie möglich auf die Suche begeben und vorher genau festlegen, auf welche Leistungen Sie Wert legen.

Günstig privat krankenversichern trotz Corona-Wirtschaftskrise?

Vor allem Selbstständige, Freiberufler, Angestellte und Studenten stellt die Corona-Pandemie und die einhergehende wirtschaftliche Krise vor enorme Herausforderungen. Auftragsrückgänge, Kurzarbeit, Quarantäne-Zeit oder der Shutdown im Gastronomiegewerbe und im Service-Bereich sorgen für Unsicherheiten, Einkommenseinbußen, Verdienstausfall oder – im schlimmsten Fall – zum Jobverlust.

Besonders angestellte PKV-Versicherte stellen sich die Frage: Muss ich auf meine private Krankenversicherung verzichten und die PKV verlassen wegen Corona? So kann ihr Einkommen aufgrund von Kurzarbeit unter die Versicherungspflichtgrenze sinken. Das bedeutet nicht, dass sie nun auf die Mitgliedschaft in der privaten Krankenversicherung verzichten müssen. Der Bezug von Kurzarbeitergeld erfolgt vorübergehend und hat daher keinen Einfluss auf den Versicherungsstatus. Wer dennoch Kosten sparen möchte, sollte bei seiner Versicherung Tarife vergleichen und Tarife optimieren, um die Krankenversicherung günstiger zu machen

✓ für Sie 100% kostenlos

Was kostet der günstigste und der teuerste Tarif in der PKV?

Wie teuer eine PKV letztlich wird, ist von Kunde zu Kunde verschieden. Jeder Versicherte bringt unterschiedliche Voraussetzungen mit, seien es die Ergebnisse der Gesundheitsprüfung oder der Umfang der gewünschten Leistungen. Welcher Tarif in der PKV der günstigste beziehungsweise der teuerste ist, lässt sich also nicht pauschal beantworten.

Anhand von Modellkunden können Sie sich jedoch einen ersten Überblick über die Kosten einer privaten Krankenversicherung verschaffen. Wir haben für Sie Musterkunden erstellt und mithilfe unseres Rechners die günstigsten und teuersten Tarife ermittelt. Die Spanne der Beiträge ist dabei sehr groß: Der teuerste Anbieter verlangt oft einen vielfach höheren Beitrag als der günstigste.

für Angestellte

Tarif Monatlicher Beitrag
„uni-intro/P“ von uniVersa 207,40 Euro
„K“ von Arag 235,21 Euro
„Primo2“ von Hallesche 242,22 Euro
  • Alter: 30 Jahre
  • Selbstbeteiligung: 300 Euro pro Jahr
  • Zahnarztleistungen: Gute Leistung
  • Stationäre Behandlung: Zweibettzimmer und Behandlung durch Chefarzt
  • Krankentagegeld: 75 Euro ab dem 43. Tag

✓ günstigen Tarif für Angestellte finden

für Selbstständige

Tarif Monatlicher Beitrag
„KVS“ von HanseMerkur 260,77 Euro
„Primo Z“ von Hallesche 301,35 Euro
„K“ von Arag 327,44 Euro
  • Alter: 25 Jahre
  • Selbstbeteiligung: 600 Euro pro Jahr
  • Zahnarztleistungen: Gute Leistung
  • Stationäre Behandlung: Mehrbettzimmer ohne Behandlung durch Chefarzt
  • Krankentagegeld: 75 Euro ab dem 43. Tag

✓ günstigen Tarif für Selbstständige finden

für Studenten

Tarif Monatlicher Beitrag
„privat1“ von Signal Iduna 82,90 Euro
„KVSA“ von HanseMerkur 100,84 Euro
„AM3.A“ von SDK 114, 58 Euro
  • Alter: 20 Jahre
  • Selbstbeteiligung: 600 Euro pro Jahr
  • Zahnarztleistungen: Niedrige Leistung
  • Stationäre Behandlung: Mehrbettzimmer ohne Behandlung durch Chefarzt

✓ günstigen Tarif für Studenten finden

für Beamte

Tarif Monatlicher Beitrag
„B1/50“ von Nürnberger 236,71 Euro
„Vis1/50U“ von DBV 241,62 Euro
„BC1/50“ von VKB 243,63 Euro
  • Alter: 35 Jahre
  • Selbstbeteiligung: 300 Euro pro Jahr
  • Beihilfeanspruch: 50 Prozent Erstattung
  • Stationäre Behandlung: Zweibettzimmer und Behandlung durch Chefarzt

✓ günstigen Tarif für Beamte finden

Angestellte in der PKV: privat krankenversichert trotz Kurzarbeit in der Corona-Krise

Angestellte bilden unter den Berufsgruppen für die private Krankenversicherung eine Ausnahme: Sie dürfen eine bestimmte Einkommensgrenze nicht unterschreiten (derzeit 5.212,50 Euro brutto im Monat, ab 2021 5.362,50 Euro). Aufgrund von Kurzarbeit in der Corona-Krise verringert sich jedoch ihr Gehalt und dann kann genau dieser Fall eintreten: Sie liegen unter dieser Versicherungspflichtgrenze.

Die gute Nachricht lautet, Angestellte müssen die PKV nicht wegen Corona verlassen, ganz unabhängig von der Höhe des Kurzarbeitergeldes. Voraussetzung ist, dass es sich bei der Kurzarbeit um eine zeitlich befristete Maßnahme handelt.

Eine genaue Regelung zur zeitlichen Befristung gibt es nicht. Allgemein wird von drei Monaten ausgegangen. Sollte die Kurzarbeit länger dauern, ist es ratsam, mit einer gesetzlichen Krankenkasse Kontakt aufzunehmen. Dies prüft dann, ob durch das Einkommen bereits die Pflicht besteht, sich gesetzlich krankenversichern zu lassen.

Ein weiteres Plus in dieser Lage: Der Zuschuss, den der Arbeitgeber zur PKV des Angestellten bezahlt, erhöht sich leicht.

Wie können sich Selbstständige trotz Corona günstig privat krankenversichern?

Selbstständige, die aufgrund von Corona keine Aufträge mehr erhalten und deutlich weniger bis gar kein Einkommen mehr haben, kommen nicht in den Genuss von Arbeitgeberzuschüssen oder Kurzarbeitergeld. Sie müssen Wege finden, um die Beiträge zu bezahlen. In diesem Fall empfiehlt sich ein Tarifvergleich mit dem Online-Rechner.

Wenn Sie selbstständig oder freiberuflich tätig sind, können Sie verschiedene Optionen nutzen, um trotz Corona-bedingter Einkommenseinbußen eine günstige private zu finden. Hier ist die Flexibilität und das Tarifwechselrecht der PKV ein Vorteil, denn dadurch können Sie Leistungspakete und Beiträge der Versicherung an Ihre Lebenssituation anpassen.

Folgende Optionen stehen Ihnen zur Auswahl:

Wenn der monatliche Beitrag für die Krankenversicherung Ihren Budgetrahmen sprengt, erkundigen Sie sich bei Ihrer Versicherung nach Tarifen, die einen ähnlichen Leistungsumfang bieten, aber günstiger sind. Laut Paragraf 204 des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) haben Versicherte immer die Möglichkeit, innerhalb derselben Versicherung in einen günstigeren Tarif zu wechseln, ganz unabhängig von Corona. Die Altersrückstellungen werden dabei voll berücksichtigt. Damit Sie den für Sie günstigen Tarif der privaten Krankenversicherung finden, nutzen Sie auch die Beratung durch einen Versicherungsexperten.

Der Basistarif ist einer der drei Sozialtarife, die jede private Krankenversicherung anbieten muss. Das Leistungsniveau entspricht in etwa den Standardleistungen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Wenn Sie als Selbstständiger aufgrund von Corona starke Einkommenseinbußen zu verzeichnen haben und Sie Ihren aktuellen Beitrag nicht mehr zahlen können, kann dieser Tarif ebenfalls zur Kostensenkung beitragen.

Achtung: Der Wechsel vom Basistarif zurück zum gewohnten Leistungspaket erfordert unter Umständen einen neuen Gesundheitscheck. Im Zuge der Corona-Pandemie sind Versicherte von diesem Verfahren allerdings ausgenommen, die seit dem 15. März 2020 aufgrund von Hilfebedürftigkeit gewechselt sind.

Ein weiterer Sozialtarif ist der Standardtarif. Dieser ist jedoch nur für Versicherte zugänglich, die vor 2009 privat versichert waren.

Dieser Tarif ist nur Versicherten zugänglich, die mit der Zahlung von Beiträgen auch nach Mahnbescheiden in Verzug geraten sind. Die Kosten sind sehr gering. Die Leistungen umfassen allerdings auch nur die notwendigste Versorgung in dringenden Fällen, bei Schmerzen sowie bei Schwangerschaft.

Dieser Notfall-Tarif ist auch eine Möglichkeit, um die Schulden durch fehlende Beträge schnell abzubauen und wieder in einen normalen Tarif zu wechseln.

Wenn Ihr Business aufgrund von Corona geschlossen bleiben muss und Sie über längere Zeit keine Einnahmen und auch keine Rücklagen mehr haben, bleibt noch der Gang zur Arbeitsagentur und der Antrag auf Sozialleistungen. Im Allgemeinen beträgt der Zuschuss durch die Arbeitsagentur die Hälfte des Basistarifes der jeweiligen Krankenversicherung. Hilfebedürftige Versicherte können in ihrem gewohnten Tarif bleiben oder in den Basistarif wechseln, den jede private Krankenkasse anbietet.

Wenn Sie Ihren Tarif behalten wollen und der Zuschuss geringer ist als Ihr Krankenversicherungsbeitrag, müssen Sie die Differenz aus eigener Tasche bezahlen. Für Versicherte, die in den Basistarif wechseln, fallen hingegen keine weiteren Kosten an.

Neue Tarifwechsel-Regelung aufgrund der Corona-Wirtschaftskrise: Sie betrifft Selbstständige, die nach dem 15. März 2020 vorübergehend wegen Hilfebedürftigkeit im Sinne des Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) in den Basistarif gewechselt sind oder wechseln wollen. Wenn sich ihre wirtschaftliche Lage innerhalb von drei Jahren verbessert, dürfen wieder in ihren früheren Leistungstarif zurückkehren. Eine weitere Gesundheitsprüfung ist ausnahmsweise nicht nötig. (Zweites Gesetz zum Schutze der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite)

So finden Sie eine günstige private Krankenversicherung für Studenten

Niedriges Alter, sehr guter Gesundheitszustand: Studenten bringen beste Voraussetzungen für eine günstige private Krankenversicherung mit. Die niedrigen monatlichen Beiträge sind im Studium erschwinglich.

Nebenjob weg wegen Corona? Die Beitragspflicht bleibt bestehen, auch wenn der Studentenjob im Zusammenhang mit der Corona-Krise gekündigt ist. Studenten, die sich daher in einer finanziellen Notlage befinden, sollten Kontakt mit ihrer Krankenversicherung aufnehmen. Aufgrund der aktuellen Pandemie sind die meisten Versicherer verständnisvoll und bieten Lösungen an. Bei coronabedingten finanziellen Engpässen haben die Studentenwerke zurzeit Darlehenskassen oder andere Möglichkeiten zu Überbrückung geschaffen, um Studenten auszuhelfen.

Günstige private Krankenversicherung vor allem für Beamte

Für Beamte ist die eine private Krankenversicherung besonders attraktiv. Daher wundert es nicht, dass diese Berufsgruppe einen großen Teil der Versicherten ausmacht. Aufgrund ihrer gesicherten beruflichen Stellung sind sie im Vergleich zu Studenten, Angestellten oder Selbstständigen weniger von Corona-bedingten Einbußen oder Kürzungen betroffen. Doch auch unabhängig von der Corona-Pandemie können Beamte an einer Tarifoptimierung und einer günstigen privaten Krankenversicherung interessiert sein.

Mit dem Online-Tarifrechner finden Sie erste Orientierung im Tarifdschungel. Die Versicherungsexperten beraten Sie und helfen Ihnen dabei, den Vertrag der privaten Krankenversicherung an Ihre Lebenssituation anzupassen.

FAQ: Private Krankenversicherung und Corona

Eine private Krankenversicherung ist günstig, wenn sie die gewünschten Leistungen zu einem vernünftigen Preis anbietet. Eine erste Orientierung auf dem Markt der Versicherungsanbieter verschaffen sich Interessierte mit einem Online-Vergleichsrechner. Da die Leistungsangebote der PKV jedoch individuell geregelt sind, sollten sich Interessierte unbedingt persönlich von Experten beraten lassen.

Die PKV bietet mehrere Möglichkeiten. Bei einem vorübergehenden finanziellen Engpass vereinbart der Versicherte eine Stundung der Beiträge. Für eine langfristige Kostensenkung lohnt sich der Wechsel in einen günstigeren Tarif. Weitere Optionen sind die Erhöhung der Selbstbeteiligung oder - in akuten Fällen - der Wechsel in den Standard- bzw. den Basistarif.

Die Beiträge berechnen die Versicherer unter anderem auf Grundlage der zu erwartenden Leistungen, die der Versicherte nutzen wird. Mit einer Erhöhung der Beiträge aufgrund der Corona-Pandemie wird bei der PKV nicht gerechnet. Sollten die Beiträge für einen Tarif steigen, kann der Versicherte durch das Tarifwechselrecht ein günstigeres Angebot wählen.

Die Corona-Krise wirkt sich bei den privaten Krankenversicherungen in zwei Bereichen aus: Mitglieder haben aufgrund von Einkommenseinbußen Schwierigkeiten, die Beiträge zu bezahlen. Zugleich entstehen Ausgaben für Krankenhausaufenthalte, Testungen und Impfstoffe. Aufgrund der akuten Wirtschaftskrise kommt es laufend zu neuen Regelungen und Ausnahmeregelungen, zum Beispiel Stundung oder Tarifwechsel ohne Gesundheitsprüfung.

Die Versorgungsleistungen sind gleich: medizinisch notwendige Dinge werden von den gesetzlichen und den privaten Versicherungen gezahlt. Auch bei der Betreuung auf den Intensivstationen werden keine Unterschiede gemacht. Nur bei der Nachsorge können Privatpatienten von Vorteilen wie schneller Terminvergabe oder freier Arztwahl profitieren, je nach gewähltem Leistungspaket.

Wer wegen Corona-bedingter Lohneinbußen weiß, dass er die monatlichen Beiträge nicht mehr zahlen kann und keine Zuschüsse von Arbeitgeber oder der Agentur für Arbeit erhält, der kann beim gleichen Versicherer in einen günstigeren Tarif mit ähnlichen Leistungen wechseln, bei voller Berücksichtigung der Altersrückstellung. Der Verzicht auf Leistungen ist ebenfalls eine Kostenspar-Option.

Kurzarbeit bedeutet die vorübergehende Senkung der üblichen Arbeitszeit und des Entgeltes. Auf den Versicherungsschutz in der PKV hat dies keine Auswirkung, vorausgesetzt die Kurzarbeit ist nur vorübergehend. Aufgrund von besonderen gesetzlichen Regelungen zahlt der Arbeitgeber sogar höhere Zuschüsse. Bei möglichen Zahlungsschwierigkeiten prüfen Versicherer den Einzelfall und kommen mit Lösungen entgegen.

Privat krankenversicherte Selbstständige, die aufgrund der Corona-Pandemie mit erheblichen Einkommenseinbußen betroffen sind und im Sinne des SGB hilfebedürftig sind, wechseln in den Basistarif, den jede PKV anbieten muss. Entsprechend einer Schutzregelung zur Corona-Krise können sie, nach einer bestimmten Frist, ohne Gesundheitsprüfung wieder in den früheren Tarif wechseln.

Die Pflicht zur Zahlung der Beiträge bleibt auch durch einen Jobverlust erhalten. Studenten, die nachweisen können, dass sie aufgrund von Corona keine Einkommensquelle mehr haben, um die Versicherungsprämie zu zahlen, sollten sich umgehend bei ihrer Krankenversicherung melden und sich nach einer Senkung oder vorübergehenden Stundung des Beitrages erkundigen.

Die Versicherung kann Mitglieder nur in Ausnahmefällen kündigen. Gerät ein Versicherungsnehmer mit der Beitragszahlung in Verzug, weist ihn die Versicherung zunächst mit zwei Mahnschreiben darauf hin. Der Versicherte ist dann über den Notlagentarif der PKV versichert. Bezahlt er die ausstehenden Beiträge weiterhin nicht, folgen weitere Schritte zur Eintreibung der Geldforderung.

Der Standardtarif steht aktuell nur Versicherten offen, die bereits vor 2009 in der PKV versichert waren. Der Notlagentarif ist eine Ausnahme. Nur Versicherte, die mit der Beitragszahlung im Rückstand sind, geraten im Zuge des Mahnverfahrens in diesen Notfall-Tarif. Er bietet einen Mindestversicherungsschutz in dringenden Fällen.

Grundsätzlich ist der Wechsel in die PKV auch dann möglich, wenn der Interessierte mit Corona infiziert ist oder eine Covid-19-Erkrankung überstanden hat. In den Gesundheitsfragen zum Versicherungsantrag müssen diese Aspekte angegeben werden. Dies kann sich auf die Beitragshöhe oder die Antragsannahme auswirken.

Eine Infektion mit Covid-19 ist eine Krankheit und in diesem Sinne wird sie auch von der privaten Krankenversicherung abgedeckt. Medizinische Leistungen wie den Corona-Test und alle notwendigen Behandlungen erstattet die Krankenversicherung, wenn eine ärztliche Empfehlung dafür vorliegt.

Wenn ein Arzt eine Covid-19-Infektion diagnostiziert, erhält der Betroffene die ambulanten und stationären Behandlungsmethoden, die medizinisch nötig sind. Wenn folgende Kriterien gegeben sind, wie Kontakt zu einem Infizierten, entsprechende Symptome und das Leben in einem Risikogebiet, dann übernimmt die PKV die Kosten für den Corona-Test und weitere Behandlungen.

Das kommt darauf an, wer den Test beauftragt. Hält der Arzt einen Corona-Test für nötig, ist es ein Versicherungsfall. Der Patient kann die Rechnung bei der PKV einreichen. Wendet sich der Versicherte an den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) und dieser veranlasst den Test, dann übernimmt der ÖGD die Kosten.

Der Coronavirus-Test ist nur dann freiwillig, wenn sich eine Person ohne Symptome aus eigener Initiative testen lässt. Die Kosten dafür trägt sie selbst. Privat Krankenversicherte, die sich auf Anordnung eines Arztes oder des Gesundheitsdienstes auf Corona testen lassen, tun dies, weil ein Infektionsverdacht besteht und der Test medizinisch notwendig ist.

Der Antikörper-Test ist kein Nachweis für eine Infektion. Er zeigt nur, dass bereits eine Infektion erfolgt ist und im Blut Antikörper vorhanden sind, die für eine Immunität sorgen. Diese Testvariante kann Aufschluss über Infektionswege geben und somit eine Ergänzung sein. Bei ärztlicher Anordnung übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten. Ob die private Versicherung dafür aufkommt, müssen Versicherte erfragen.

Nein, die Kosten für Vorbeugungsmaßnahmen übernimmt die PKV nicht. Sie kommt nur für Heilmittel auf, die für die Heilung einer Erkrankung erforderlich sind und die ein Arzt verschrieben hat.

Nein, eine Corona-Infektion zählt nicht zu den Unfällen. Es gibt zwar Unfallversicherungstarife, die auch eine Infektion als Unfall anführen. Um mit diesem Bezug Leistungen aus der Unfallversicherung zu erhalten, müssen jedoch dauerhafte Einschränkungen der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeiten vorliegen.

Selbstständige, die am Coronavirus erkranken und daher in Quarantäne müssen, erhalten nach dem Infektionsschutzgesetz (IfG) eine Entschädigung und haben Anspruch auf Krankengeld. Privat Krankenversicherte haben ein Krankentagegeld mitversichert. Der Anspruch darauf geht jedoch auf den Staat über, wenn sie Krankengeld erhalten.